„Orgel – Wein – Schokolade“ auf der Orgelempore der Domkirche
Ein wahres „Feuerwerk“ grandioser Orgelmusik, interpretiert und musiziert von unserer Kantorin Heike Ittmann, virtuose Schokoladen- und Pralinenkreationen von der Schokoladen Sommelière Katja Göde und dazu die passenden Weine mit fachkundigen Kommentaren vom Weinexperten Karl-Hans Geil, erlebten die Besucherinnen und Besucher auf der Empore der Domkirche bei der Veranstaltung des Fördervereins.
Mit dem Entrée „Nun danket alle Gott“ von Johann Sebastian Bach eröffnete Heike Ittmann einen denkwürdigen und stimmungsvollen Abend. Vorsitzender Herbert Eichenauer eröffnete anschließend den Abend und stellte die Akteure vor. Sein besonderer Gruß galt der Schokoladen Sommelière Katja Göde aus Waldsee. Die Expertin für Schokolade und Pralinen betreibt dort eine eigene Manufaktur. Sie ist gelernte Konditormeisterin und Diplom-Lebensmitteltechnologin.
„Handgemachte Schokoladenkreationen treffen auf ausgewählte Weine, bewusst kombiniert und voller Charakter – ein moderner Genussmoment aus Kakao, Terroir und Gefühl, verfeinert mit angepasster Orgelmusik“ lautete das Motto des Abends.
Ein Amuse-Gueule in Form von Grissini, umwickelt mit Speck, Schokolade und Sesam, begleitet von einem Glas Winzersekt eröffnete den Reigen des Genussabends.
Gemeinsam mit Katja Göde ging es dann auf eine Reise zum Ursprung der Goldenen Frucht. Die Besucherschar konnte viel über den Weg von der Kakaobohne bis hin zur vollendeten Schokolade erfahren.
Das harmonische Zusammenspiel zwischen Katja Göde und Karl-Hans Geil begeisterte anschließend die Gäste. Zu jeweils zwei Schokoladen- bzw. Pralinenstücken wurde ein passender Wein präsentiert, untermalt mit fachkundigen Kommentaren.
Zu Weiße Schokolade mit Rosenblättern und Orangen-Marzipan Praline wurde ein Muskateller verkostet. Eine Maracuja Schokolade und Salzkaramell Praline mit Orgeldekor war ausgewählt zu einer Scheurebe Spätlese. Ein Riesling Kabinett trocken bot die Vorlage für das „Pärchen“ Karamellschokolade mit Salz-Cashewkern sowie Yuzu – Praline. Für den Übergang zum Roséwein hatte die Expertin ein „Ruby mit rosa Crisp und eine Erdbeere im Zartbittermantel kreiert. Den Abschluss bildete ein Rotwein Cuvée aus Merlot und Cabernet Sauvignon, der in Kombination mit Zartbitter-Himbeere Schokolade und einer Piura 75 % reinen Schokolade verkostet wurde.
Frau Göde gelang es, den Besucherinnen und Besuchern das sogenannte Food-Pairing nahezubringen. Dabei werden auf den ersten Blick widersprüchliche Geschmacksrichtungen kombiniert, welche sich jedoch zu einem harmonischen Ganzen verbinden. Food-Pairing ist also nichts Anderes als Geschmackspaarung oder Lebensmittelkombination.
Während den einzelnen Verkostungen wurde das aufmerksame Publikum von Kantorin Heike Ittmann mit folgenden eigens ausgewählten Orgelstücken unterhalten:
Zum Muskateller: Louis Couperin: Basse de trompète
Zur Scheurebe: Felix Mendelssohn Bartholdy: Andante
Zum Riesling: Théodore Dubois: Toccata
Zum Rosé: Andreas Willscher: Variationen über „Geh aus mein Herz und suche Freud“
Zum Merlot dann Drama pur mit Johann Sebastian Bach: Toccata d-Moll.
Schließlich durfte natürlich eine Zugabe nicht fehlen!
Das Publikum war besonders angetan von der exzellenten Orgelmusik, welche Heike Ittmann in überragender Manier darbot, wobei auch der ausdrucksstarke Zimbelstern zum Einsatz kam.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert von der Veranstaltung. Es gab viel Lob und Anerkennung für diesen wundervollen Abend auf der Empore und unmittelbar vor der „großen Blauen“.
Herbert Eichenauer dankte allen Mitwirkenden und zeigte sich hoch erfreut über die großartige Resonanz. 60 Personen hatten den Weg in die Domkirche gefunden und auf der Orgelempore Platz genommen. Eichenauer betonte, dass der Überschuss dieser Veranstaltung der Renovierung und Sanierung der Domkirche zugutekommen wird.



