Wieder wartet ein hochsommerliches Wochenende auf uns. Manchmal freut man sich an diesen heißen Tagen schon über ein paar Tropfen Wasser, mit denen man sich ein wenig erfrischen kann.
Nicht mehr als ein paar Tropfen Wasser sind es auch, die bei der Taufe über das Köpfchen der Täuflinge rinnen werden, die ich an diesem Sonntag taufen darf. 3 x mit der Hand wird das Wasser über die Stirn gegossen: du wirst getauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Ich freue mich schon, denn es wird ein wirbeliger fröhlicher Gottesdienst. Diese einfachen Wassertropfen werden zum Wasser der Heiligen Taufe durch die Worte des Propheten Jesaja: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jedem der kleinen Täuflinge wird dies zugesprochen. Was für eine wunderbare Zusage! Sie gilt ein ganzes Leben lang – Gott kennt dich mit Namen, bei Gott bist du keine Nummer, für Gott bist du unendlich wichtig.
Dieser Sonntag ist in der Evangelischen Kirche traditionell der Tauferinnerungssonntag. In manchen Gottesdiensten wird dies mit einem kleinen Ritual gefeiert, bei dem man sich mit etwas Wasser benetzt. Fürchte dich nicht! Von Martin Luther ist bekannt, dass er in schwierigen Situationen auf den Tisch geschrieben hat: ich bin getauft! Schwierige Lebenssituationen bleiben uns allen nicht erspart. Der Tauferinnerungssonntag erinnert uns daran: egal, was kommt, was gerade auf dir lastet: Fürchte dich nicht! Du bist getauft.
Vielleicht versuchen Sie es ja direkt mal selbst, sich an diesem hochsommerlichen Wochenende ein paar Wassertropen auf die Stirn laufen zu lassen und sich daran zu erinnern: egal, was kommt, egal, was ist – ich bin getauft! Ich gehöre (zu) Gott.
Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen Pfarrerin Sabine Sauerwein

