Förderverein Domkirche mit erfolgreicher Herbst-Weinprobe 2026
Die traditionelle Weinprobe des Fördervereins Domkirche Lampertheim e.V. stand in diesem Jahr unter dem Motto „Rechts und Links des Oberrheins“. Der Verlauf des Abends zeigte, dass sich die Veranstalter mit den ausgewählten Weinen eine gute Entscheidung getroffen hatten. Es wurden Weine aus dem Elsass und Südbaden verkostet.
Vorsitzender Herbert Eichenauer konnte in seiner Begrüßungsansprache in der gut besuchten ehemaligen Notkirche 125 Besucherinnen und Besucher willkommen heißen. Eichenauer betonte, dass es nicht einfach sei, jedes Jahr ein neues Motto für die Weinprobe zu finden. Das Vorbereitungsteam habe sich aber bei der Auswahl des diesjährigen Themas viel Mühe gegeben und den Wein im Elsass vor Ort probeweise verkostet.
Im Mittelpunkt des Geschehens stand schließlich der Moderator des Abends, Weinkenner Karl Hans Geil, der gekonnt und geschickt in das Thema des Abends einführte. Erneut standen acht Proben auf dem Abendprogramm, wobei die Weißweine mit sechs Proben federführend waren, ein Rosé und ein Rotwein bildeten den Abschluss der Probenfolge.
Bevor es zum Verkosten ging, wartete Vorsitzender Eichenauer mit einem Novum auf. Kurt Seilheimer, Ur-Lampertheimer und Mitglied der „Lampertheimer Babbler“ hatte eigens für diese Weinprobe ein Gedicht verfasst. Einige Verse dieses Gedichts begleiteten den Weinabend. Hier sei beispielhaft ein Vers wiedergegeben:
„Dekan Geil liebt edlen Wein, das ist ja bekannt,
egal ob den nahen oder den fernen,
ob auch das Dekantieren nach ihm benannt,
weiß man nicht, das steht in den Sternen.“
Der Einstieg traf genau den Geschmack des überwiegend fachkundigen Publikums. Ein Auxerrois von der Cave Cleebourg begeisterte nicht nur die Weinkenner. Es folgte ein Grauburgunder aus Südbaden, bevor wieder das Elsass an der Reihe war. Auch der Gewürztraminer fand großen Anklang beim Publikum. Vor dem Abendessen wurde noch ein Weißwein Cuvée aus Riquewihr präsentiert, der sozusagen das „ganze Elsass in einem Glas“ verkörperte.
Nach den vier Probenfolgen ging es zum Abendessen. Auch hier hatten die Veranstalter dem Elsass den Vorzug gegeben. Das traditionelle Choucroute d’Alsace stand auf der Speisekarte. Etwas abgewandelt bot der Lampertheimer „Kreuzhofbauer“ Karb feines Kassler mit Sauerkraut an. Dazu wurden Brot und wahlweise auch Schupfnudeln gereicht. Mit Schupfnudeln und Kraut konnten auch die wenigen Vegetarier den Abend genießen.
Nach dem ausgezeichneten Abendessen wurde die Probenfolge mit einem typischen elsässer Riesling fortgesetzt. Dem schloss sich ein Weißburger an, aus dem bekannten Winzerkeller Auggener Schäf. Auch dieser ausdrucksstarke Weißwein fand viel Lob bei der Besucherschar, wird dieser Wein doch auch bei der Elbphilharmonie in Hamburg angeboten. Der vorletzte beiden Probewein kam wieder aus dem benachbarten Elsass. Ein Pinot Noir Flament Rosé brachte viel Abwechslung ins Weinprogramm. Zum Abschluss durfte schließlich ein Rotwein nicht fehlen. Hier wurde ein Spätburgunder, Alte Reben, Jahrgang 2020 vom Kaiserstuhl angeboten. Der Name „Kaiserstrasse“ erinnerte dabei an die Straße der Domkirche.
„Begleitet“ wurde der Abend durch das Zitat von Hermann Hesse: „Ja der Wein ist eine Gottesgabe, wirkt wie Musik und redet eine feine, zarte Sprache voll milder Kraft.“
Karl Hans Geil gelang es auch in diesem Jahr mit viel Sachverstand und verständlichen Erläuterungen die einzelnen Weine zu präsentieren, auf die verschiedenen Rebsorten einzugehen und deren wesentliche Merkmale herauszustellen.
Ein reichhaltiges Kuchenbuffet, abermals gestiftet von Vereinsmitglied Irmgard Allgeier, begeisterte auch in diesem Jahr die Besucherschar. Vorsitzender Eichenauer dankte der Spenderin ganz herzlich. Die Veranstaltung war damit längst nicht beendet, denn viele Gäste blieben noch lange in der Notkirche, genossen die gemütliche Atmosphäre und sorgten für einen stimmungsvollen Abend.
Zum Schluss des Abends dankte Herbert Eichenauer zunächst dem Moderator Karl Hans Geil, dem es zum wiederholten Male in unnachahmlicher Weise gelungen war, die verschiedenen Weine zu präsentieren und dem Publikum den Weingenuß zu offerieren. Dafür erhielt der Moderator auch viel Applaus des überwiegend sehr sachkundigen Publikums.
Eichenauer ging in seinen Abschlussworten auch auf die anstehenden großen Aufgaben der Lukasgemeinde ein. Die aufwändige Sanierung der Domkirche wird eine große finanzielle Herausforderung für die Gemeinde sein. Der Förderverein sieht seine Aufgabe darin, dieses Projekt umfassend zu unterstützen. So wird auch der Überschuss dieser Weinprobe komplett zur Sanierung der Kirche bereitgestellt.
Der Vorsitzende dankte auch seinen Vorstandskolleginnen und -kollegen sowie dem gesamten Helferteam für das ehrenamtliche Engagement. Er lobte den selbstlosen Einsatz seiner Mannschaft und würdigte zudem die hervorragende und sehr harmonische Teamleistung. Eichenauer freute sich besonders, dass auch in diesem Jahr die Pfarrerschaft mit Pfarrerin Sabine Sauerwein, Pfarrerin Annika Meisner (ehemalige Vikarin, jetzt Pfarrerin in Groß-Gerau) sowie die Sekretariatsdamen Ulrike Litters und Kirstin Meiners dem Helferteam angehörten und sehr tatkräftige Unterstützung leisteten. Zu erwähnen ist auch die wertvolle Mitarbeit von Küster Omid Tizhoosh-Yekta.
