Die Mehrtagestour des Fördervereins Domkirche Lampertheim e.V. führte die 48köpfige Reisegruppe in diesem Jahr in den Harz. Quartier bezogen wurde in einem großen Hotel im Kurort Hahnenklee, etwa 16 km südwestlich von Goslar gelegen. Von Hahnenklee starteten jeweils die täglichen Ausflüge.

Am ersten Tag stand Goslar auf dem Programm, die größte Stadt im Harz. Die alte Kaiserstadt ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Kaiserpfalz, ein Prachtbau aus dem 11. Jahrhundert und ein einzigartiges Denkmal weltlicher Baukunst. Die Besichtigungsrunde wurde mit modernen Audioguide durchgeführt. Besonders beeindruckt zeigte sich die Besucherschar vom Kaisersaal mit seinen monumentalen Historienbildern. Dieser Saal dient auch traditionell der jährlichen Eröffnung des deutschen Verkehrsrichtertages.

Am Nachmittag wurde fußläufig eine Besichtigung der historischen Altstadt vorgenommen. Neben prachtvollen Fachwerkhäusern, galt das Interesse insbesondere dem Marktplatz sowie dem gotischen Rathaus, dem rostroten Patrizierhaus, der Marktkirche St. Cosmas und Damian und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten. Mit der Einkehr im Brauhaus Goslar und der Verkostung des Harzer Urbier Gose wurde der Tagesausflug beendet.

Der zweite Tag führte die Gruppe nach Sachsen-Anhalt. Mit der Bimmelbahn wurde zunächst Quedlinburg erkundet. Die Rundfahrt machte deutlich, dass die Welterbestadt mit mehr als 2000 Fachwerkhäusern aus sieben Jahrhunderten zu den bedeutendsten Fachwerkstädten Deutschlands gehört. Die Stadt ist von engen Kopfsteinpflastergassen durchzogen und wir von mittelalterlichen Mauern geschützt. Beeindruckend auch hier der Marktplatz mit dem gotischen Rathaus. Von Quedlinburg ging es dann nach Wernigerode. Hermann Löns, der Heidedichter, verlieh der Stadt das Attribut „Bunte Stadt im Harz“. Die kurze Fahrt zum Schloss und weiteren Stationen konnten leider kein ausreichendes Bild dieser historischen Stadt vermitteln. Auf der Rückfahrt zum Hotel gab es jedoch noch eine „süße Überraschung, der Besuch bei „Wergona Schokoladen.“

Der dritte Tag begann mit einem absoluten Highlight. Besichtigung, Führung sowie Orgel- und Carillonspiel in der Stabkirche zu Hahnenklee standen auf dem Tagesprogramm. Die größte Stabkirche in Deutschland beeindruckte nicht nur von außen. Das Innenleben von diesem schmucken Gotteshaus faszinierte die Besucherinnen und Besucher. Kantor und Organist Martin Hofmann von der ev.-lutherischen Kirchengemeinde erklärte sehr ausführlich Entstehung, Bauweise und architektonische Besonderheiten der nach norwegischem Vorbild errichteten Kirche. Das besondere Interesse der Reisegruppe galt natürlich der Orgel und dem Carillon. Herr Hofmann berichtete, dass die Orgel der Stabkirche 1994 durch die Firma Goll aus Luzern eingebaut wurde. Interessant war, dass zwei Vorgänger-Orgeln aufgrund der für solche Instrumente schwierigen klimatischen Bedingungen irreparable Schäden erlitten hatten. Die Goll-Orgel besitzt 27 Register auf zwei Manualen und dem Pedal. Besonders schön klingt auf dieser Orgel die Musik von J. S. Bach, der deutschen Romantik und der französichen, romantischen Epoche. Davon konnte sich die Reisegruppe selbst überzeugen, indem der Organist mit fünf schönen Stücken aufwartete. Herr Hofmann ließ es sich auch nicht nehmen, das Carillon, ein großes Turmglockenspiel, musikalisch zu inszenieren. Das Carillon wird über einen Stockspieltisch mit Händen und Füßen gespielt, wobei das Hahnenkleer Instrument über 49 Glocken verfügt. Der Organist erhielt für seinen musikalischen Beitrag viel Applaus und den Dank der Lampertheimer Reisegruppe.

Der Nachmittag führte die Reisegruppe zum letzten Programmpunkt, dem Besuch der Glasmanufaktur „Harzkristall“ in Derenburg. In einem Erlebnisrundgang „Manufaktour“ erfuhr die Besucherschar die Details zur Entstehung und Verarbeitung des Rohstoffs Glas, wobei zunächst in beeindruckender Weise ein Film gezeigt wurde, anschließend gab es fachmännische Erläuterungen zur Herstellung von Glas, einem der ältesten Rohstoffe der Welt. Die Glasmanufaktur Harzkristall ist eine der letzten noch produzierten Glashütten in Deutschland. Einige Reisende nutzten den Besuch noch zum Einkauf von handgefertigten Exemplaren.

Am nächsten Morgen trat die Reisegruppe des Fördervereins, mit imposanten Eindrücken vom Harz und der näheren Umgebung, die Heimreise in die Spargelstadt an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich begeistert und freuen sich schon jetzt auf die nächste Mehrtagestour im Jahr 2027.

Die beigefügten Fotos zeigen:

  • die Lampertheimer Reisegruppe vor dem Rathaus in Quedlinburg

  • die Stabkirche

  • die Kaiserpfalz

Bildmaterial: Förderverein Domkirche Lampertheim e.V.