Jubelkonfirmation der Lukas- und Martin-Luther-Gemeinde – Nachlese
Jubel, Jubel …
…Gedanken zur eigenen eisernen Konfirmation, zusammen mit den anderen gefeiert im Dom zu Lampertheim, verdichtet von © Kurt Seilheimer
In der Zeitung hat es schon lange gestanden,
bald feiern die Jubelkonfirmanden,
klar ist die Antwort, wo soll es denn sein,
natürlich im Dom zu Lampertheim.
Auch die von Martin Luther haben es geschafft,
so feiert man die neuen Nachbarschaft,
und im nächsten Jahr, falls es interessiert,
feiert man dort, denn der Dom wird saniert.
Man traf sich in der Notkirche vor ein paar Wochen,
und hat die Modalitäten durchgesprochen,
zunächst Silber, Gold, Diamanten, die drei,
auch Eisern, Gnaden und Eichen waren dabei.
Die Konfirmanden sind schon älter, auf jeden Fall,
viele feiern natürlich „in Edelmetall“,
inzwischen doch weniger, das hat seinen Grund,
es ist halt immer ein bisschen Schwund.
Der große Moment im September, nicht im Mai,
gleich drei Pfarrer auf einmal waren dabei;
Halt, da kommt mir grad in den Sinn,
die eine war ja unsre Pfarrerin.
Einer hat gar „die Goldenen“ konfirmiert,
vor fünfzig Jahren ist das passiert,
konnte deren Einsegnung damals gestalten,
und hat heute die Festpredigt gehalten.
Darin ging es um Kraft, Liebe und Besonnenheit,
anschließen war er dann noch bereit,
und hat sich unter die Eisernen gemischt,
dass er schon so alt ist, sieht man wirklich nicht.
Die Silbernen feierten heute ohne Reue
symbolisieren ein Vierteljahrhundert ihrer Treue,
sie gehören tatsächlich zu den Jungen
und haben auch kräftig mitgesungen.
Die Goldenen sind da schon deutlich weiter,
sind auch im Ruhestand noch recht heiter;
fünfzig Jahre im Glauben getragen,
in hellen und auch in dunklen Tagen.
Ein halbes Jahrhundert im Glauben vereint,
wo Licht durch die Schatten des Lebens scheint,
Gott war der Anker in Stürmen und Nacht,
hat Hoffnung gesät und Frieden gebracht.
Vor 60 Jahren konfirmiert, dann hat man‘s geschafft,
stabil ist man dank Gottes Segenskraft,
sie haben das auch geschätzt und verstanden,
ihr Jubel-Symbol sind die Diamanten.
Die 65er sind ähnlich froh und beweisen,
dass ihr Vertrauen in Gott ist aus Eisen.
Ich denke, es ist schon ein großer Trost,
immer noch Eisen – und fast gar kein Rost.
Noch seltener sind die Gnadenen, die vor 70 Jahren
konfirmiert wurden, als sie grad mal 14 waren;
unsere aktuelle Seniorin hat die Eiche zum Symbol
langes Leben, Stärke und Schutz durch Gottes Wohl.
Heute erblühte für uns ein Tag voller Glanz,
die Lebenszeit tanzt leise im goldenen Kranz.
Gottes Segen begleite uns treu und weit,
gestern und heute – und in Ewigkeit.
Trompeten und Posaunen sind auch erklungen,
zur „blauen Orgel“ wurden Lieder gesungen,
den Segen erneuert beim Abendmahl,
ein Festtag war’s für alle auf jeden Fall.
