Erfolgreiche Cuvée-Weinprobe

Die traditionelle Weinprobe des Fördervereins Domkirche Lampertheim e.V. stand in diesem Jahr unter dem Motto „Die Welt der Cuvée“. Die Veranstalter hatten mit dem Thema und den ausgewählten Weinen eine gute Entscheidung getroffen, wie sich im Verlauf des erfolgreichen Abends zeigen sollte. Im deutschsprachigen Raum ist Cuvée ein Synonym für den Verschnitt von Weinen. So kann eine Cuvée aus verschiedenen Rebsorten, Jahrgängen oder auch Weinbergslagen bestehen.
Vorsitzender Herbert Eichenauer konnte in seiner Begrüßungsansprache in der gut besuchten ehemaligen Notkirche 140 Besucherinnen und Besucher willkommen heißen. Eichenauer betonte, dass es nicht einfach sei, jedes Jahr ein neues Motto für die Weinprobe zu finden. Das Vorbereitungsteam habe sich für dieses Thema entschieden, da die ausgesuchten Probenweine ein Abbild verschiedener Rebsorten, Jahrgänge und Weinbergslagen repräsentierten.

Im Mittelpunkt des Geschehens stand schließlich der Moderator des Abends, Weinkenner Karl Hans Geil, der gekonnt und geschickt in die Welt der Cuvée einführte. Acht Proben standen auf dem Abendprogramm, je vier Weiß- und Rotwein-Cuvées. Bereits beim Einstieg zeigte sich das überwiegend fachkundige Publikum von einer Cuvée aus dem Markgräfler Land begeistert. Der Wein, bestehend aus Grauburgunder, Weissburgunder und Gutedel vom Weingut Zotz, Heitersheim, überzeugte. Die beiden nächsten Tropfen aus Wachenheim und Battenberg erreichten gleichfalls das Niveau des Einführungsweines. Den Abschluss der „Weißen“ bildete eine Cuvée vom Weingut Schneider aus Ellerstadt, die aus den Rebsorten Grauburgunder, Grenache Blanc, Roussane und Pinot Blanc bestand. Vier Rebsorten, vereint in einem edlen Genuss.

Nach vier Probenfolgen stand das Abendessen auf dem Programm. Auch hier folgten die Veranstalter der Tradition und boten ein „Lampertheimer Spargelessen“ an, bestehend aus Spargelgemüse, Salzkartoffeln und Schnitzel. Besonders die frisch zubereiteten Schnitzel von Bauer Steinmetz hatten es den Besucherinnen und Besuchern angetan. Um dem Andrang in der eng bestuhlten Notkirche Rechnung zu tragen, hatten sich die Veranstalter etwas Neues einfallen lassen. Da nicht alle gleichzeitig ihr Essen am Buffet abholen konnten, wurde die Reihenfolge für die 15 Tische von zwei bezaubernden jungen Damen auf der Bühne ausgelost.

Nach dem ausgezeichneten Abendessen wurde die Probenfolge mit den Rotwein-Cuvée fortgesetzt. Bei drei Proben aus Deidesheim, Wachenheim und Laumersheim dominierte die Pfalz, bevor Rheinhessen der letzte Probenwein vorbehalten war. Hier war Moderator Karl-Hanz Geil stolz, eine Cuvée aus seiner Heimat Dittelsheim präsentieren zu können. Das Weingut Spies hatte einen Barrique-Wein, bestehend aus Merlot, Portugieser und St. Laurent kreiert, der einen würdigen Abschluss für die Veranstaltung bot.

Karl Hans Geil gelang es auch in diesem Jahr mit viel Sachverstand und verständlichen Erläuterungen die einzelnen Weine zu präsentieren, auf die verschiedenen Rebsorten einzugehen und ihre wesentlichen Merkmale herauszustellen. So konnte er das Publikum geschickt auf eine „Reise durch die Welt der Cuvée“ mitnehmen. Ein reichhaltiges Kuchenbuffet, abermals gestiftet von Vereinsmitglied Irmgard Allgeier, begeisterte auch in diesem Jahr die Besucherschar. Vorsitzender Eichenauer dankte der Spenderin ganz herzlich. Die Veranstaltung war damit längst nicht beendet, denn viele Gäste blieben noch lange in der Notkirche, genossen die gemütliche Atmosphäre und sorgten für einen stimmungsvollen Abend.

Zum Schluss des Abends dankte Herbert Eichenauer zunächst dem Moderator Karl Hans Geil, dem es zum wiederholten Male in unnachahmlicher Weise gelungen war, die verschiedenen Weine zu präsentieren und dem Publikum den Weingenuß zu offerieren. Dafür erhielt der Moderator auch viel Applaus des überwiegend sehr sachkundigen Publikums.

Der Vorsitzende dankte aber auch seinen Vorstandskolleginnen und -kollegen sowie dem gesamten Helferteam für ihr ehrenamtliches Engagement. Er lobte den selbstlosen Einsatz seiner Mannschaft und würdigte zudem die hervorragende und sehr harmonische Teamleistung. Eichenauer freute sich besonders, dass auch in diesem Jahr die Pfarrerschaft mit Pfarrerin Sabine Sauerwein, Pfarrerin Kaja Kaiser und Vikarin Annika Meisner dem Helferteam angehörte und tatkräftig das gesamte Team unterstützte.