Die Fischerin vom Bodensee… ist eine schöne Maid – juchhee!
Seniorenfreizeit Roggenbeuren/ Bodensee 2019

In vielen Liedern wird sie besungen: die Fischerin vom Bodensee. Getroffen haben sie die 38 Senioren während der einwöchigen Freizeit am Bodensee zwar nicht. Dafür hatten sie aber eine umso schönere Woche mit ihren Reisebetreuern Brigitte und Werner Hahl vom städtischen Seniorenwohnheim und Vikarin Jasmin Setny von der Lukasgemeinde.

Los ging es sonntags früh um 9 Uhr. Von Lampertheim nach Neuschloss und Hüttenfeld, weiter nach Roggenbeuren. Das Wetter wollte noch nicht so ganz mitspielen, aber davon ließ sie die Truppe bei einem spontanen Zwischenstopp am Kloster Birnau kurz vorm Ziel nicht entmutigen – und wurde mit der Generalprobe eines am Abend stattfindenden Konzertes des Konstanzer Symphonieorchesters reichlich belohnt.

Am nächsten Tag standen die Pfahlbauten bei Uhldingen auf dem Programm. Das archäologische Freilichtmuseum präsentiert Funde und Nachbauten von Pfahldörfern aus der Stein- und Bronzezeit. Zugang bekommt man über einen virtuellen Tauchgang, bei dem ein kurzer Film darüber Auskunft gibt, wie die Dörfer entstanden sind.

Große Freude bereitete auch der Ausflug auf die Blumeninsel Mainau. Hier gab es für jeden Blumenliebhaber und Hobbygärtner alles, was das Herz begehrt und auch das Wetter trug zum gelungenen Tag bei. Über das Schmetterlingshaus zog es die Gruppe weiter zum Schloss Mainau. Gerastet wurde am dortigen Kiosk, bei Kaffee und Kuchen oder auch Eintopf.

Dass Salem zu den schönsten Kulturdenkmälern am Bodensee zählt – davon konnten sich alle am Mittwoch überzeugen lassen. Inmitten großzügiger Park- und Gartenanlagen liegt das ehemalige Zisterzienserkloster und heutige Schloss Salem. Die sehr freundliche und engagierte Reiseführerin erzählte, wie es 1802 in den Besitz der Markgrafen von Baden gelangt. Seit 2009 gehört das Schloss zu den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg. Die Anfänge der Anlage liegen im Mittelalter, als 1134 der Ort Salmannsweiler dem Zisterzienserorden zur Klostererrichtung gestiftet wurde. Schnell entwickelte sich die Abtei zu einer der bedeutendsten im süddeutschen Raum. Kein Wunder, bei einem so prächtigen Kirchenbau. Zum Mittagessen ging es zu einer traditionellen Fischbrötchenstube. Hier kamen alle von Bodenseefelchen über Matjes, bis hin zu Räucherlachs auf ihre kulinarischen Kosten, bevor es zu einem freien Nachmittag zurück ins Hotel ging um dort, die Wellnessoase zu genießen. Auch hier wurde, wie an jedem Abend noch zusammen gesessen und erzählt, gesungen und gelacht. Besonderes Highlight war die Bingo-Runde.

Gestärkt und ausgeruht begab sich die Gruppe am nächsten Tag auf eine Bodenseerundfahrt. Grüzi Gott hieß es, als wir in die Schweiz kamen. Gestoppt wurde am Rheinfall – Europas größtem Wasserfall, bevor es weiter nach Stein am Rhein ging. Hier gab es für alle eine Kaffeepause, bevor es die Möglichkeit zu einer Stadtführung oder verlängerter Freizeit gab. Mit der Fähre ging es von Friedrichshafen wieder zurück zum Hotel. Selbstverständlich konnte man einen Blick auf einen fliegenden Zeppelin erhaschen.

Mit dem Stadtbähnchen wurde am Freitag die Insel Lindau erkundet und das traumhaft schöne Wetter genossen. Im Hafen befinden sich die Statue des Bayerischen Löwen und der steinerne Lindauer Leuchtturm mit Blick auf den See und die Berge. Auch das gotische, alte Rathaus mit seiner bemalten Fassade wurde bewundert und den vielen Brautpaaren am Standesamt gratuliert.

Der Abschlussabend wurde von Sänger Otti bereichert, der nach dem Buffet viele alte Schlager anstimmte. Und weil keiner mit dem Singen aufhören wollte, wurde danach einfach weiter gesungen. Von traditionellen Volksliedern, über klassische Lieder aus dem Gesangbuch, bis hin zur Lampertheimer Hymne war alles dabei.

„Schöne junge Mädchen, Spargel, Zigarren und Wein…“

Mit diesem Gesang endete der letzte Abend und auch die Fahrt am Samstagnachmittag, als der Bus alle Teilnehmer der diesjährigen Seniorenfreizeit wieder in vertrauter Umgebung absetzte.

Schön wars!