Konfirmandenrüstzeit auf der Burg Hohensolms

Früher war sie die feudale Wohnstatt der Herren von Solms, heute gehört sie der hessen-nassauischen Landeskirche: Die Jugendburg Hohensolms war der Ort der diesjährigen Konfirmandenrüstzeit der Lukasgemeinde.
Mit viel Spannung und Erwartung fuhren 34 Konfirmandinnen und Konfirmanden, 10 Teamer mit Pfarrerin, Pfarrer und Gemeindepädagogin drei Tage auf Rüstzeit. Im Vorfeld wurde viel besprochen, geplant und durchdacht, damit die drei Tage auf der Burg eine wirklich gute Zeit für die Konfis werden konnten.
Die Burg ist so groß, dass es eine Zeit gedauert hat, bis alle wirklich wussten, wie man von den Gruppenräumen zum Rittersaal und von dort zum Speisesaal und wieder zurück kommen konnte. Die Teamer hatten eine tolle Willkommensatmosphäre geschaffen und der Unterricht konnte beginnen.
Abends gab es eine schaurig schöne Nachtwanderung durch den Wald mit der weißen Frau, dem hauseigenen Burggespenst auf Hohensolms. Aber ob nachts wirklich noch Burggespenster in den Gängen und Fluren unterwegs waren, wer weiß das schon.
Der nächste Morgen begann mit einer schönen Andacht und es standen der Konfirmandenunterricht und eine Teamerschulung auf dem Programm. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden konnten sich in die Glaubenserfahrung des unter allen Umständen liebenden Gottes vertiefen. Währenddessen setzten sich die Teamer mit der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen auseinander und erarbeiteten, was zu einer gelungenen Persönlichkeitsentwicklung alles beitragen könnte.
Nach der wohlverdienten Pause konnten dank des guten Wetters am Nachmittag die Workshops draußen und in den schönen Räumen der Burg stattfinden. Wikingerschach, Tanzen, Werwolf, Marmorieren und Bänderflechten wurden von den Teamern angeboten und kamen sehr gut bei der Konfirmandengruppe an. Die Stimmung blieb gut und wurde noch verbessert durch den bunten Abend der Teamer. Mit einem Abend im Casino überraschten sie die Gruppe und forderten die Konfirmanden zu spannenden und witzigen Wettkämpfen heraus. Am Lagerfeuer mit Stockbrot gab es einen glühenden und lodernden Ausklang.
Ein besonderer Gewinn war auch die Burgkapelle, in der Andachten mit Orgel, Altar und kleiner Kanzel gefeiert werden konnte.
Das Aufräumen am letzten Tag war einfach. Unsere Konfirmanden hatten trotz der langen Nacht sehr schnell ihre Zimmer und den großen Rittersaal aufgeräumt. Überhaupt sind die Konfirmanden sehr motiviert und konzentriert bei der Sache, so dass auch die Abschlusseinheit vor dem Mittagessen gut gelang.
Pünktlich und gesund, wenn auch etwas müde, konnten alle am Freitagnachmittag in Lampertheim von ihren Eltern abgeholt werden.
(Gemeindepädagogin Birgit Ruoff)